Dienstag, 8. November 2011

Create, Art and Technology

 Wie kurz in einem vorigen Beitrag erwähnt, waren wir vom vom 4. bis zum 6. November auf der "Create. Art and Technology" in Berlin. Wir sind bereits am Freitag in der Früh angereist, um noch durch die Hauptstadt schlendern zu können. Die Create begann erst gegen 17.00 Uhr mit der Registrierung.

 Also haben wir nach der Abgabe des Gepäcks im Hotel erst mal stilgerecht eine Currywurst im "Konnopke's Imbiß" als Mittagessen genossen - sehr zu empfehlen. Wir haben den Tipp von der App "The Sound of Berlin" der Zeitschrift "de:bug" (Kapitel: "after-club munching"). Dort sind noch einige andere spannende Orte in Berlin aufgeführt.

 Ich erzähle hier nur lückenhaft und lose von ein paar Punkten, auf der Seite der Veranstaltung werden noch Bilder und Vorträge bereitgestellt.

 Nach dem Eröffnungsvortrag von Chris Taylor von Sparkfun war Niklas Roy mit seinem Beitrag an der Reihe.

 Er berichtete von verschiedenen Projekten, unter anderem von "My little piece of Privacy", einem automatischen Stück Vorhang; einem mechanischen Pong-Spiel; einem automatisierten Galerie-Führungs-System und einer Klang-Installation. Alles absolut irre Systeme.
Niklas hat Gestaltung studiert, auf die Frage aus dem Publikum, was man Studieren soll (Gestaltung versus Ingenieurwissenschaften) antwortet er salomonisch "egal - Hauptsache, Du machst was". Das kann ich nur unterstützen.

 Frank Spenling von Archimedes stellte verschiedene Projekte vor, speziell auch im Hinblick auf Haltbarkeit in lang laufenden Ausstellungen.

 Mich hat "Felix, the Robot" besonders beeindruckt. Felix ist ein Roboter-Kopf, der die Gesichtsmimik des Betrachters imitieren kann. Die Freiformteile des Kopfes sind im 3D-Druck-Verfahren hergestellt, was zeigt, wie weit die Technik ist (auch wenn es sicher kein Drucker für Daheim war).

 Neben den Vorträgen und Workshops gab es auch eine Ausstellung. Hier im Bild spielt Sabine mit dem "Augmented Pixel" von Niklas Roy. Das Thema "Pong" scheint Niklas nicht loszulassen. Bei "Ping!" kann man einen Pixel mit allem steuern, was eine Videokamera aufnimmt und einen hohen Kontrast hat. Das hat mich an die Installationen im ZKM erinnert.
Auch von Niklas ist die "Electronic Instant Camera", die mit einem ausgedienten Thermodrucker für Kassenbons das Bild einer Videokamera druckt. Das Besondere dabei: das Bild der Videokamera wird Zeile für Zeile abgetastet. Wenn man also nach der Hälfte (das Drucken geht langsam) aus dem Bild geht, hat man plötzlich keinen Kopf mehr. Niklas meint, die Bilder werden dann nicht so interessant. Stimmt. Aber ein Tipp an ihn: "Was, wenn die Person nach der Hälfte wechselt?".

 "But wait, there is more...": Neben den Vorträgen, der Ausstellung und den Workshops gab es auch Darbietungen von Künstlern, die zuerst von dem Bau eigener Instrumente erzählten, um dann auch auf den Instrumenten zu spielen. Onyx Ashanti ist ein prominentes Beispiel dafür. Aber auch Will mit seinem Monome und Sebastian Arnold wussten zu beeindrucken.

 "Früher" wurden Musikstücke am Computer mit einem Sequenzer arrangiert, jetzt scheint es ein Trend zu sein, den Sequenzer in Echtzeit zu steuern. Damit kann man als Einzelperson eine ganze Band ersetzten.

Andere Künstler waren sehr interessant, aber mir als Laien hat vielleicht ein wenig der Zugang gefehlt.

Und dann gab es natürlich auch meinen Vortrag. Ich habe von dem Bau meiner ersten QLOCKTWO und den damit verbundene Problemen berichtet. Ein Mitnachbauer kam extra für meinem Vortrag, was ich sehr beeindruckend fand. Ich hoffe, er hat viele Anregungen aus den Vorträgen und Workshops mitnehmen können.
Ich würde mir wünschen, daß es mit der Anleitung auf der Projektseite und der Unterstützung durch die Google-Group noch viele schaffen, die Uhr nachzubauen.

Am Ende war nicht nur Anton von TinkerSoup erschöpft, auch wir waren von den vielen Vorträgen, Anregungen, Ideen und Darbietungen ziemlich erschlagen, aber auch sehr glücklich.

Als Resümee kann ich nur sagen: Wir sind begeistert und kommen jederzeit wieder! Vielen Dank für die Organisation an TinkerSoup und Formulor und an alle Vortragenden, Workshop-Betreuer und Künstler.

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